Arsenal schon unter Zugzwang

Die Titelaspiranten gaben sich zum Auftakt in die neue Premier-League-Saison keine Blöße. Manchester United, City und der FC Chelsea fuhren allesamt Siege ein. Lediglich der FC Arsenal patzte im Heimspiel gegen Liverpool. Nun gastieren die „Gunners“ am Samstag beim amtierenden Meister Leicester City.

Jahr für Jahr wird der FC Arsenal vor Saisonbeginn zum Kreis der Titelaspiranten der Premier League gezählt. Die letzte Meisterschaft liegt mittlerweile aber schon zwölf Jahre zurück. Für die Fans der „Gunners“ eine Ewigkeit. Auch für diese Spielzeit hat man sich wieder viel vorgenommen, doch Verletzungsprobleme und der misslungene Auftakt gegen Liverpool trüben die Stimmung schon früh.

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Arsenal hat das Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen die „Reds“ mit 3:4 verloren. Vier Gegentreffer zeugen von der größten Baustelle der Londoner in dieser Saison. Die Abwehr ist derzeit das große Sorgenkind. Kapitän Per Mertesacker und der Brasilianer Gabriel Paulista fallen noch mehrere Wochen aus. Laurent Koscielny hatte zum Saisonstart noch Trainingsrückstand und war ebenfalls nicht dabei.

So schickte Arsenal-Trainer Arsene Wenger die noch jungen Calum Chambers und Rob Holding aufs Feld. Chambers konnte zwar ein Tor erzielen, doch mit gerade einmal zwei Jahren Erfahrung in der Premier League ist es fraglich, ob der 21-Jährige die hohen Erwartungen in Abwesenheit der Stammkräfte erfüllen kann. Holding ist erst 20 und stand gegen Liverpool zum ersten Mal überhaupt in Englands Elite-Liga auf dem Feld.

Die Suche nach einem neuen Innenverteidiger hat daher oberste Priorität. Arsenal aber tut sich schwer, einen passenden Spieler zu finden. Die Preise sind für englische Klubs in astronomische Höhen gestiegen. „In Europa haben wir zurzeit zwei Transfermärkte. Einer in England und einen für den Rest von Europa. Die Gefahr der Situation in England derzeit ist, dass sich die Vereine langfristig selber die Luft abschnüren könnten“, warnte Wenger daher vor dem Gastspiel am Samstag bei Meister Leicester City.

Bestes Beispiel für Wengers These ist der Transferpoker um Shkodran Mustafi. Schon seit längerer Zeit wird der deutsche Nationalspieler vom FC Valencia mit den „Gunners“ in Verbindung gebracht. Zu einem Wechsel kam es bislang jedoch nicht. Die Spanier fordern einfach zu viel Geld. In den Medien wurden bereits Summen zwischen 35 und 50 Millionen Euro gehandelt. Auch bei Angreifer Alexandre Lacazette war das Angebot aus London über 35 Millionen Euro für Olympique Lyon zu wenig.

Arsenal aber muss investieren. Bisher haben sie für Spieler wie Granit Xhaka, Rob Holding und Takuma Asano 52 Millionen Euro ausgegeben. Damit reicht es bei den Meisterquoten der Premier League Wetten bei bet365 weiterhin nicht bis ganz nach vorne. Manchester City, Manchester United und der FC Chelsea nahmen deutlich mehr Geld in die Hand und werden weiterhin vor den „Gunners“ geführt.

Die Londoner befinden sich schon jetzt in einer entscheidenden Phase der Saison. Noch ist der Transfermarkt geöffnet und noch sind drei Punkte Rückstand auf die Spitze locker aufzuholen. Mit Leicester wartet am Samstag aber schon der nächste schwere Gegner. Auch der amtierende Meister ist mit einer Niederlage gestartet und steht im ersten Heimspiel unter Zugzwang. Sollte Arsenal diese Begegnung ebenfalls verlieren, wird man möglicherweise die geforderten Preise der europäischen Konkurrenz mitgehen, um nicht am Ende der Saison wieder mit leeren Händen dazustehen.

 

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