EMS-Training für Profi-Fußballer nach Verletzungen zum Muskelaufbau

Profifußballer haben ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Davon sind bei den Spitzensportlern vor allem die Beine betroffen. Muskelfaserrisse, ein Außenbandriss im Sprunggelenk, ein Kreuzbandriss oder Meniskusriss gehören zu den häufigsten Verletzungen. Die Folge davon sind Trainings- sowie Spielausfälle. Damit der Fußballer wieder schnell auf den Platz kann, werden die besten Ärzte, die kompetentesten Physiotherapeuten und die neuesten Rehabilitationstherapien eingesetzt. Und so findet die Elektromyostimulation Anwendung, um die Muskeln erneut aufzubauen und den Körper schonend zu trainieren.

Was ein EMS-Training ausmacht

Bei der Elektromyostimulation, welche auch EMS-Training genannt wird, kommt es zu einem schonenden Muskelaufbau. Schwere Gewichte werden nicht benötigt. Die Skelettmuskeln werden durch Wechselströme gereizt, was zu Kontraktionen führt, welche intensiver sind als ein herkömmliches Training. Durch diese externe Elektrostimulation wird das Verhältnis der physiologischen Erregung umgekehrt. Dies bedeutet, dass die Muskeln nicht direkt gereizt werden, sondern dies über ihre versorgenden Nerven geschieht. Durch die Stromimpulse, welche meist eine Frequenz von 80 bis 85 Hertz aufweisen, werden auch die tieferen Muskelschichten erreicht. Auf die Kontraktionen folgt eine kurze Pause, bis der Vorgang wiederholt wird. Das EMS-Training zur Rehabilitation bietet viele Vorteile. Langsam und bedächtig kann dadurch der Fußballer effizient trainiert werden, obwohl er eine temporäre Immobilität aufweist. Die wichtigsten Muskelfasertypen werden gezielt gefördert und der Muskelaufbau angeregt. Ist der betroffene Körperteil wieder belastbar, gestaltet sich der erneute Einstieg ins gewohnte Training auf Kraft und Ausdauer leichter und der Spitzensportler ist früher einsetzbar.

Die Zeit der Immobilisierung nutzen – ein Umdenken in der Rehabilitation

In den letzten zehn Jahren gab es in der Rehabilitation ein Umdenken, welches insbesondere die Kurierung von Verletzungen an den Kniegelenken und Muskelfasern betrifft. Wurde früher zur Ruhigstellung geraten, ist dank verbesserter Operationsmethoden und eines umfangreicheren Wissens über Gelenke die Nachbehandlung deutlich aggressiver geworden. Profifußballer, welche von den neusten Erkenntnissen in der Medizin sehr schnell profitieren, werden daher nach einer Verletzung schonend auf das eigentliche Training auf dem Platz vorbereitet. Mit dieser Nachbehandlung wird versucht, die Nachteile der notwendigen Unbeweglichkeit wie Kapselschrumpfungen, Muskelatrophie, Kapselverwachsungen, Abnahme der Reißfestigkeit der Bänder und Behinderung der Knorpelernährung durch eine akzeptable sowie funktionelle Belastung zu minimieren. Hierbei ist vor allem der Muskelaufbau im Rahmen einer konsequenten Nachbehandlung entscheidend. Mit einer elektrischen Muskelstimulation ist dies effizient möglich.

Elektrische Muskelstimulation als tradiertes Verfahren

So neu, wie die Elektromyostimulation erscheinen mag, ist sie eigentlich nicht. Die Idee ist bereits viele Jahrtausende alt. Bereits seit 400 vor Christus wurden Zitterrochen, von denen elektrische Impulse ausgehen, zur Linderung unterschiedlicher Krankheitsbilder wie Arthritis verwendet. Mitte des 18. Jahrhunderts berichtete ein deutscher Arzt von der Heilung eines gelähmten Fingers durch die Zufuhr von statischer Elektrizität. Seit der Erkenntnis, dass ein Muskel mithilfe von elektrischer Muskelstimulation zur Kontraktion gebracht werden kann, ist die Methode verwendet worden, um den Muskel zu kräftigen und leistungsfähiger zu machen. Das Verfahren wurde immer mehr modernisiert und kommt aufgrund seiner hohen Effizienz heute bei Profifußballern zum Einsatz.

Infos zu EMS-Training: siehe www.bodystreet.com/ems-training.html

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